Rezension // Elefant von Martin Suter

Von Null auf Platz 1 der Spiegel-Bestsellerliste – das schaffte der Roman mit dem rosa Elefanten auf dem Cover. Martin Suter ist für den Hype um seinen jüngsten Roman Elefant verantwortlich. Wie sollte es auch anders sein, wenn es um einen rosa-fluoreszierenden Baby-Elefanten (!) geht. Nachdem ich vom Diogenes-Autor bereits Der Koch und Alles im Griff gelesen hatte, war ich gespannt auf die Erzählung rund um Sabu Barisha.

Inhaltsangabe zu Elefant von Martin Suter

Die Erzählung spielt in der Heimat des Diogenes-Verlages Schweiz und gliedert sich in drei Teile und wird aus unterschiedlichen Perspektiven geschildert. Im ersten Teil begegnet Schoch (ein Obdachloser) in seiner Höhle erstmals dem kleinen Wesen, dem der Roman gewidmet ist. Im zweiten Teil erfährt der Leser die Details zur Entstehung des „Glowing Animals“ und der dritte Teil liest sich wie ein Krimi mit einer wilden Verfolgungsjagd und einer kleinen Love-Story. Die Protagonisten des Romans sind neben dem Baby-Elefanten Sabu Barisha, Schoch der Obdachlose, der Tierarzt Dr. Reber, Roux der Wissenschaftler, der Zirkusdirektor Pellegrini, der Oozie und Elefantenflüsterer Kaung und die Veterinärin Valerie Sommer. Zusammen ergeben sie ein buntes Potpourri an Charakteren, die eines gemeinsam haben: sie alle wollen den Elefanten. Die Kurzversion der Handlung: Roux hat den Baby-Elefanten in Form einer Blastozyste erschaffen, mit dem Ziel diese in eine Elefanten-Leihmutter einzusetzen. Der Zirkusdirektor Pellegrini witterte ein Geschäft und stellte eine seiner Elefantenkühe für das „Experiment“ zur Verfügung. Kaung und Dr. Reber, zwei Mitarbeiter des Zirkus‘, ahnen, dass im Elefantenstall nicht alles mit rechten Dingen zugeht und entführen das Elefanten-Baby kurz nach seiner Geburt. Sie nennen es Sabu und Dr. Reber zieht es liebevoll auf. Doch nach einer ersten Verfolgungsjagd verlieren sie Sabu. So kommt es, dass Schoch dem Elefanten in seiner Höhle begegnet. Nachdem er realisiert hat, dass es sich um keine Halluzination handelt, bringt er Barisha (wie er das Elefanten-Baby nennt) zu Valerie, die ehrenamtlich in der „Gassenklinik“ arbeitet. Doch es dauert nicht lange und Roux findet heraus wo er sein „Experiment“ findet…

Meine Gedanken zum Roman

Elefant ist ein toller Roman. Unterhaltsam, spannend, liebevoll. Die Handlung ist klar nachvollziehbar und der Spannungsbogen reicht bis an das Ende der 300-Seiten Lektüre. Eine detaillierte Schilderung, wie Sabu Barisha mittels Gentechnologie entwickelt wurde, fehlt, aber ist auch nicht notwendig. Die Unterhaltung steht meiner Meinung nach bei diesem Roman im Vordergrund. Martin Suter regt aber auch durchaus zum Nachdenken an: Warum möchten Obdachlose, obdachlos bleiben? Sind „Glowing Animals“ die Spielzeuge der Zukunft? – zu dieser Frage meint Martin Suter selbst: „Ich habe nichts gegen Gentechnik, aber gegen den Einsatz bei der Herstellung von Spielzeug.“

Zum Autor Martin Suter

Martin Suter ist 1948 in Zürich geboren und wohnt dort mit seiner Familie. Er hat lange Zeit in einer Werbeagentur gearbeitet und hat sich 1991 für das Schreiben entschieden. Für Elefant hat er sich bei Experten aus der Hirnforschung, der Genetik und der Zoologie mit Schwerpunkt Elefanten informiert. Er ist auch mit Obdachlosen in Kontakt getreten, um seine Schilderungen möglichst authentisch zu gestalten.

Hier geht’s zum Buch.

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