Rezension // Der Fund von Bernhard Aichner

Nachdem mich Bösland nicht so ganz überzeugen konnte, war ich gegenüber der neuesten Erscheinung von Bernhard Aichner durchaus skeptisch. Dabei vereint der Thriller alle Stärken aus seinen Vorgänger-Büchern: eine starke Frauenfigur wie in Totenfrau, unterhaltsame Dialoge wie in Kaschmirgefühl und dieser unverwechselbare Schreibstil. Großartig!

„Dieser Thriller ist so anders und so gut. Fesselnde Dialoge, vielschichtige Charaktere und ein sowas von unerwartetes Ende!“ – Evelyn Unterfrauner, Book Broker

Inhaltsangabe zu Der Fund von Bernhard Aichner

Die Kernfrage des Thrillers lautet: Wer hat Rita Dalek umgebracht? War es Aaron Martinek – Ritas Affäre? War es Manfred Dalek – ihr Alkoholiker-Ehemann? War es Ferdinand Bachmair – ihr Milliardenschwerer Arbeitgeber? War es Bernhard Rosenthal – ihr Zahnarzt? Oder war es Agnes Danner – die Tochter ihrer besten (und krebskranken) Freundin Gerda? Unwahrscheinlich. Eigentlich wird sie von der Albanermafia heimgesucht.

Fakt ist, Rita ist Supermarktverkäuferin und hat in einer Bananenkiste Zwölfkommafünfundsiebzig Kilogramm Kokain – mit einem geschätzten Wert von Eineinhalb Millionen – gefunden. Sie beschließt die Bananenkiste samt Inhalt mit nach Hause zu nehmen und als Ticket in ein neues Leben zu nutzen. Nur leider hat sie dabei die Albanermafia unterschätzt, weshalb sie sterben musste.

Meine Gedanken zum Thriller Der Fund

Was mir bei Bernhard Aichners Büchern noch nie gelungen ist, ist sie beim Lesen aus der Hand zu geben. Die Lektüre ist wie eine Fahrt auf einer Autobahn – rasant. Zu Beginn lernen wir Rita Dalek kennen, eine Frau, die in ihrem Leben offenbar nichts falsch gemacht hatte, doch vom Schicksal bestraft wird. Ihre Eltern kommen bei einem Erdrutsch um, ihr Sohn nach einem Skateboard-Unfall. Alles was ihr lieb war, wurde ihr brutal entrissen. Eine Figur, die man sofort lieb gewinnt und doch eine starke Entwicklung macht. In den Dialogen, die zwischen den erzählerischen Teilen des Thrillers stattfinden, begegnen wir dem namenlosen Mordermittler. Er ist hartnäckig, will den wahren Mörder von Rita Dalek finden. Warum er so hartnäckig ist, bleibt uns bis zum Schluss verborgen. Warum der Thriller für mich so anders war, liegt daran, dass er in meinen Augen nicht brutal, sondern moralisch ist. Zwischen den Zeilen der Dialoge werden überaus spannende Charaktere gezeichnet, die hervorragend Lügen. Und das Ende: Hier laufen alle Fäden zusammen, doch ist es so untypisch für einen Thriller. Zittern bis zur letzten Zeile.

Sehr unterhaltsames Interview mit dem Autor:

Weitere Besprechungen zum Titel: 

Tiroler Tageszeitung I

Disclaimer: Der Thriller ist im btb Verlag (Random House), also dem Verlag erschienen, für den ich das Online Marketing verantworte. Das macht richtig viel Spaß, trotzdem trenne ich meine Blogarbeit vom Berufsleben und bin in meinen Besprechungen sehr ehrlich! Wenn euch eine Social Media Anzeige zu Der Fund in nächster Zeit unterkommt, dann seht was ich im Verlag so anstelle. 🙂 Hier geht’s zum Buch. (#buylocal!)

 

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