So richtig schaurig ist nur der Film – Die Frau in Schwarz von Susan Hill

Im Rahmen meiner Bachelorarbeit habe ich „Die Frau in Schwarz“ gelesen – Vorlage zum gleichnamigen Film, der erst vor kurzem Free-TV-Premiere feierte. Dadurch, dass ich den Film bereits gesehen hatte, war ich beim Lesen recht beeinflusst und hatte eine bestimmte Vorstellung von der Handlung, was die Spannung beim Lesevergnügen etwas minderte. Nichts desto trotz muss man sagen, dass der Film dem Roman von Susan Hill in fast allen Handlungssträngen treu geblieben ist. Unterschiede liegen lediglich in der Rahmengeschichte, die im Roman eine andere ist und das Ende der zwei Medien unterscheidet sich auf Kosten der Rahmengeschichte.

Mein Interesse an der Geschichte galt dem Haus der Mrs. Alice Drablow (Eel Marsh House). Sie ist kürzlich verstorben. Die Hauptfigur des Romans – Arthur Kipps (im Film von Daniel Radcliff gespielt) wurde von seiner Anwaltskanzlei dazu beauftragt die Hinterlassenschaften der Verstorbenen zu sortieren. Dazu muss er aus dem nebeligen London in den Nordosten Englands, nach Crythin Gifford reisen und begegnet unterwegs zahlreichen Menschen, die von seinem Vorhaben nicht sonderlich begeistert sind. Zur Schlüssel- und Vertrauensperson wird später Mr. Daily. Das „Geisterhaus“ befindet sich in der Nähe der Ortschaft auf einer Insel im Sumpfgebiet. Um dorthin zu kommen, muss der Nine Lives Causeway bei Ebbe passiert werden, andernfalls ist es nicht erreichbar – sehr faszinierend! Damit das ganze richtig schaurig wird, gibt es in der Nähe von Eel Marsh House natürlich einen Wald, einen Friedhof und einen Geist – wichtige Elemente für ein Geisterhaus. Tatsächlich begegnet Arthur Kipps der Frau in Schwarz, sei es bei der Beerdigung der Mrs. Drablow, als auch im Haus selbst zu später Stunde.

Wer die Frau in Schwarz ist und weshalb sie immer noch in Crythin Gifford herumgeistert, möchte ich an dieser Stelle nicht verraten. Der Roman- und der Filmfigur gemeinsam ist, dass es sich um eine nicht zur Ruhe kommende Seele handelt, die Rache übt. Während des Lesens war ich manchmal der Enttäuschung nahe, dass wichtige Elemente aus dem Film gar nicht vorkommen würden, doch kommt es zum Ende der Geschichte zu einer Auflösung, die viele Erklärungen enthält. Die Lektüre lohnt sich, vor allem da der Roman ein Klassiker der Schauerliteratur ist und der Film ist auf jeden Fall richtig gruslig. Fürchten ist garantiert. Besonders tragisch sind die vielen Kindsmorde, die im Roman keine Erwähnung finden. Mittlerweile gibt es sogar eine Fortsetzung des ersten Films: Die Frau in Schwarz II: Engel des Todes.

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