Ein sogenannter Bestseller – Der Junge der Träume schenkte von Luca Di Fulvio

Berthold Brecht wäre bestimmt begeistert gewesen von der Geschichte rund um Christmas, der auf Umwegen ins Radiobusiness kommt und das Medium nutzt, um der US-Amerikanischen Bevölkerung einen Einblick in den Gangsteralltag zu gewähren. Auch wenn er es nicht schafft das Medium zu einem interaktiven Apparat umzufunktionieren, ist die Resonanz seiner Beiträge äußerst positiv, denn er schenkt seinen Zuhörern mit seinen Geschichten Träume.

Die Geschichte spielt Anfang des 19. Jahrhunderts in New York. Prohibition, Einwanderung, neue Medien usw. sind die Themen dieser Zeit. Natale (Christmas) hat gemeinsam mit seiner Mutter eine Grenze überschritten: Sie sind aus Italien eingewandert. Der Grenzübergang hatte zur Folge, dass der junge Einwanderer nicht mehr Natale (ital. Weihnachten) hieß, sondern kurzum in Christmas umbenannt wurde. In New York erwarteten ihn die große Liebe und eine vielversprechende Karriere auf Umwegen. So rettet er ein Mädchen nach einer Vergewaltigung und verliebt sich in dasselbe, aus gutem Hause stammend mit nur vier Fingern an einer Hand. Ein bisschen Klischee ist doch dabei. Auch seine Mutter findet einen skurrilen neuen Lebenspartner und das Leben eines Vergewaltigers, der im Pornobusiness Fuß fasst wird peinlich genau beschrieben. Teilweise kann die Geschichte durchaus verwirrend, brutal und pervers sein, liegt vielleicht daran, dass sie sich nicht in ein bestimmtes Genre einordnen lässt. Trotzdem sehr fesselnd mit Happy End. Mein Fazit: Wenn ein Buch über 800 Seiten schon auf den Bestsellerlisten landet und nicht gerade von J. K. Rowling stammt, darf es sich schon lesen lassen.

Meine Ausgabe: 

http://shop.wagnersche.at/product/4099276460824641783/Buecher_Romane/Luca-Di-Fulvio/Der-Junge-der-Traeume-schenkte

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