Schwarzer Humor bald im Kino – Er ist wieder da von Timur Vermes

So unvorstellbar die Rückkehr des „Führers“ ist, so wird sie auch im Roman gelebt. Alle rund um den auferstandenen Adolf Hitler sind der Überzeugung, dass es sich um einen Schauspieler handelt, der seine Maske nie ablegt. Man geht davon aus er betreibe Method Acting, also eine Methode die Schauspielerei zu erlernen.

Hitler wacht auf einer Wiese mitten in Berlin am 30. August 2011 (vielleicht eine Anspielung auf das Datum, an dem er sich selbst erschoss – 30. April 1945) nach 66 Jahren auf. Auch wenn sich in diesen Jahren einiges getan hat, kommt es nicht einmal in der Geschichte zu einer wahren Konfrontation in der sein Akt der Auferstehung näher hinterfragt wird, weder von ihm noch von seinem Umfeld. Der erste Mensch, der ihm begegnet ist ein Kioskbesitzer, der ihn freundlich bei sich aufnimmt und ihn freundlich darauf aufmerkam macht, dass er nach Benzin stinke (das kommt wohl daher, dass sein Leichnahm verbrannt wurde). Im Kiosk hat er die Möglichkeit sich vorerst durch die Zeitungen zu lesen, um sich einen Überblick über die aktuelle Lage Deutschlands zu verschaffen.

Es dauert nicht lange und er landet im Filmbusiness und bekommt Auftritte in einer türkischen Comedyserie. Er wird ein YouTube – Star und ist begeistert von der Plattform innerhalb des „Internetz“, das doch optimal für Propaganda verwendet werden könne. Natürlich schreibt auch die Bild Zeitung über den Newcomer und er erhält am Ende sogar den Grimme-Preis.

Als LeserIn fragt man sich ständig wann die Bombe platzen würde und die Randfiguren merken, dass er wirklich wieder da ist und nicht an seiner Ironie festhalten. Oft habe ich mich dabei ertappt, dass ich nahezu verärgert über die Naivität war. Alles in allem ist es ein interessantes Gedankenexperiment, teilweise im Sprachstil des Protagonisten selbst geschrieben und das eine oder andere Details aus Hitlers Leben findet sich auch im Roman. Dass er tatsächlich zurückkommt würde sich wohl keiner wünschen, doch zu wissen wie das wohl wäre hat doch über 400.000 dazu bewogen das Buch zu kaufen, von einem Verlag, der „tot war wie Hitler himself“ schreibt SPIEGEL in einem Artikel.

Meine Ausgabe:

http://shop.wagnersche.at/product/4099276460845371666/Buecher/Timur-Vermes/Er-ist-wieder-da

Hier geht es zum Trailer der Verfilmung: 

 

Ein Kommentar Gib deinen ab

  1. Interessant.
    Vielleicht gehe ich ja in den Film.
    LG
    Ina von „dieBuchBlogger“

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