Das leise Platzen unserer Träume und Wie du mich ansiehst von Eva Lohmann // Halbinsel von Christine Bilkau // In ihrem Haus von Yael van der Wouden // Gym von Verena Kessler
Beitrag von Miruna
Eine Hommage an die Frauen. Von Frauen über Frauen und … für Frauen.
Keine leichte Aufgabe, fünf Bücher, fünf Welten, fünf Werke zusammenzufassen. Ihnen gerecht zu werden, ist unmöglich, denn sie sind einzigartig und jedes für sich ein Kunstwerk.
„Das leise Platzen unserer Träume“ von Eva Lohmann
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„Das leise Platzen unserer Träume“ von Eva Lohmann erzählt von Jule, die mit ihrem Mann David den Traum vom idyllischen Landleben mit Kindern lebt, doch dieser zerbricht, als der Kinderwunsch unerfüllt bleibt und David eine Affäre mit der alleinerziehenden Influencerin Hellen beginnt. Aus wechselnder Perspektive der beiden Frauen thematisiert der Roman das leise Zerfallen von Beziehungen, geplatzten Lebensplänen und den Mut zu Neuanfängen trotz Schmerz und Unsicherheit.
Inhalt von „Wie du mich ansiehst“ von Eva Lohmann
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„Wie du mich ansiehst“ von Eva Lohmann handelt von Johanna, die nach dem Tod ihres Vaters mit einem verwilderten Garten und einer tiefen Sorgenfalte auf der Stirn konfrontiert wird, woraufhin sie erstmals einen kosmetischen Eingriff wagt, um die Spuren ihres 40-jährigen Lebens auszugleichen. Der Roman beleuchtet ihre Auseinandersetzung mit Älterwerden, Selbstwahrnehmung, familiären Konflikten – etwa mit Ehemann Hendrik und Tochter Rosa – sowie dem Wert von Authentizität inmitten von Trauer und beruflichem Wandel.
„Halbinsel“ von Christine Bilkau
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„Halbinsel“ von Kristine Bilkau spielt auf einer Halbinsel im nordfriesischen Wattenmeer und dreht sich um die Witwe Annett, die nach dem frühen Tod ihres Mannes ihre Tochter Linn allein großgezogen hat, während Linn als engagierte Umweltaktivistin durch die Welt zieht, bis ein Zusammenbruch sie zurück zu ihrer Mutter bringt. Dort entfaltet sich eine intensive Auseinandersetzung zwischen den Generationen über Sinnsuche, Klimakrise, Erwartungen und den unaufgearbeiteten Verlust des Vaters, die beide Frauen zwingt, sich und einander neu zu verstehen.
„In ihrem Haus“ von Yael van der Wouden
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„In ihrem Haus“ von Yael van der Wouden spielt 1961 in der niederländischen Provinz, wo Isabel nach dem Tod ihrer Mutter allein in dem alten Familienhaus lebt, streng an Routinen festhaltend, bis ihr Bruder Louis seine Freundin Eva dort einquartiert. Aus Misstrauen gegenüber Eva, die Dinge verschwinden lässt, entsteht unerwartete Anziehung zwischen den Frauen, die Isabels Weltbild erschüttert und verdrängte Familiengeheimnisse aus der NS-Zeit ans Licht zerrt.
„Gym“ von Verena Kessler
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„Gym“ von Verena Kessler erzählt von einer namenlosen Ich-Erzählerin, die auf Bewährung nach einem gewalttätigen Vorfall in ihrem früheren Bürojob einen Neuanfang im „Mega Gym“ als Bar-Helferin wagt. Dort erklärt sie durch die Lüge über eine kürzliche Entbindung, warum sie übergewichtig ist – ein Schwindel, der sie bald einholt. Fasziniert vom Fitnessmilieu beginnt sie selbst zu trainieren, wird von Ehrgeiz und Obsession für den perfekten Körper getrieben, nimmt Steroide und steigert sich in einen selbstzerstörerischen Wahn, der an vergangene Gewaltmuster anknüpft und im Studio eskaliert.
Meine Gedanken zu den Büchern
Es sind Mütter und Töchter, Geliebte und Liebende, Einzelgängerinnen und Ehefrauen, Träumende und Traumtänzerinnen, Sinnsuchende und Sinnierende.
Alle „Hauptrollen“ sind weiblich besetzt. Und auch wenn nicht alle Hauptakteurinnen Sympathieträgerinnen sind, entdecken wir in jeder Figur etwas, das wir mit ihr gemeinsam haben. Manchmal geht es uns allen so.
Wir wollen lieben und geliebt werden, wertgeschätzt und gebraucht werden, aber vor allem wollen wir gesehen werden. Wir trauern, wir pflegen, wir zweifeln, wir sind mal neidisch, mal selbstbewusst, wir sind stark, aber wir haben auch Schwächen. Die vielleicht größte Stärke aller Protagonistinnen ist es, ihre Schwächen zu akzeptieren und sie entweder zu bekämpfen oder sich ihnen zu stellen. Manchen gelingt es besser, anderen weniger. Wir verdanken es den Autorinnen, dass wir den Heldinnen wünschen, dass sie am Ende im Reinen mit der Welt und vor allem mit sich selbst sind.
Fünf Romane, zahlreiche Frauenfiguren und unzählige Facetten des Frauseins: Eine Liebeserklärung an das weibliche Geschlecht.
Details zu den Büchern:
„Das leise Platzen unserer Träume“ von Eva Lohmann
Erscheinungsdatum: 26.09.2024
224 Seiten
Eisele Verlag
Taschenbuch
„Wie du mich ansiehst“ von Eva Lohmann
Erscheinungsdatum: 27.02.2025
240 Seiten
Eisele Verlag
Hardcover
„Halbinsel“ von Christine Bilkau
Erscheinungsdatum: 19.03.2025
224 Seiten
Luchterhand Literaturverlag
Hardcover
„In ihrem Haus“ von Yael van der Wouden
Erscheinungsdatum: 30.01.2025
320 Seiten
Gutkind
Hardcover
„Gym“ von Verena Kessler
Erscheinungsdatum: 19.08.2025
192 Seiten
Hanser Berlin
Hardcover





