Kurz und knackig: Mein August-Lesemonat

Diogenes – Hanser – Blanvalet: 3 Verlage und 3 Bücher, die mich durch den August begleitet haben. Durchwegs gute Romane, die ich vor ihrem Erscheinungstermin gegen Ende August lesen durfte. Eigentlich ein Wunder, dass ich 3 Bücher geschafft habe, da heute (31. August) mein Abgabetermin für die Bachelorarbeit war. Jetzt ist es und er vorbei, der August und das Schreiben der Bachelorarbeit und ein kleines bisschen auch der Sommer, trotzdem gibt es einen Rückblick: Hier kommt „kurz und knackig“ eine kleine Vorstellungsrunde meines Lesemonats August!

Ryan Stradal: Die Geheimnisse der Küche des mittleren Westens
Erschienen am: 24. August 2016

Das Lesen war purer Genuss und Frustration zugleich. J. Ryan Stradal hat in seinem Roman unglaublich viel Fachwissen kumuliert und eine Protagonistin geschaffen, die nichts als Rätsel aufwirft. Eva Thorwalds „Ding“ war das Kochen. Mit elf hatte sie bereits Chilischoten gezüchtet und Mitte zwanzig war sie die Starköchin, die 5.000 $ für ein 5-Gänge-Menü verlangen konnte. Alle Menschen, die sie trifft kerben sich in ihre Gerichte ein und die LeserInnen erfahren von allem ein bisschen, aber von keinem die ganze Geschichte.

Das wird dir gefallen, wenn du… einen Bezug zur Gastronomie hast, einen professionellen Schreibstil magst und auf eine Liebesgeschichte verzichten kannst.

Alex Capus: Das Leben ist gut
Erschienen am: 22. August 2016

Nach dieser Lektüre habe ich wieder richtig Lust auf eine Bar. Auch frage ich mich, ob junge Menschen wie ich überhaupt noch eine Stammkneipe haben? Mit Sicherheit weiß ich, dass es Menschen gibt, die täglich in dieselbe Bar gehen und sollte diese wegen Urlaub einmal im Jahr geschlossen sein, wissen sie nicht mehr wohin. So eine Bar gibt Halt, ein fixer Bestandteil im Alltag… das ist sie wohl auch für Max. Seine Sevilla Bar bleibt ihm, nachdem seine geliebte Frau eine Stelle in Paris angenommen hat und nur noch am Wochenende zu Hause sein wird. Er vermisst Tina und fragt sich wer ihr in Paris die Glühbirnen wechselt, wer sie mit der Hand im Kreuz über den Zebrastreifen begleitet oder ob sie nasse Füße hat, wenn sie im Regen mit Ballerinas über die Rues Frankreich schlendert. Wir erfahren beim Lesen nahezu alle Gedanken, die Max während der Abwesenheit seiner Frau in der ersten Woche durch den Kopf gehen. Teilweise wirres Zeug, aber so sind unsere Gedanken. Das Leben ist gut, resümiert er, doch ein bisschen Mitleid haben wir schon mit Miguel, der seinen Toro für 5.000 auf ebay verkaufen will.

Das wird dir gefallen, wenn du… dich auch für das Alltägliche begeistern kannst und Lust auf eine kurze, leichte Lektüre hast mit Pfiff.

Antonia Hayes: Die relative Unberechenbarkeit des Glücks
Erschienen am: 22. August 2016

Alles wird von der Physik beherrscht lautet die Devise bei Hayes Debütroman! Er liest sich wie eine Einführung (für leicht Fortgeschrittene) in die Grundlagen der Physik. Jede Menge Fachbegriffe und Definitionen werden in Bezug zu dem ergreifenden und spannenden Familiendrama gesetzt. Da wäre Ethan, ein hochintelligentes Kind, seine übervorsorgliche Mutter und sein vorbestrafter Vater. Zusammen ergeben sie eine Gleichung, die keine geringere ist, als die der Relativitätstheorie nach Einstein: E = mc2. Super spannende Lektüre! 

Das wird dir gefallen, wenn du… auf Familiendramen stehst, ein bisschen was über Physik lernen willst und nicht vor 400 Seiten zurückschreckst.

Alle Bücher wurden mir von der Wagner’schen Buchhandlung zur Verfügung gestellt.

Meine nächste Lektüre: Aristoteles und Dante entdecken die Geheimnisse des Universums.

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